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Blog / Persönliches

Rückblick auf die letzten vier Monate

Ich habe mich kürzlich mit einer langjährigen Freundin zum Frühstück getroffen und ihr davon erzählt, dass ich wieder einen Job habe. Daraufhin hat sie mich gefragt, was sich für mich in den letzten Monaten verändert hat, in denen ich keinen Job hatte. Einerseits habe ich das Gefühl, dass diese vier Monate unglaublich schnell vergangen sind. Andererseits ist auch so unglaublich viel passiert, dass es sich anfühlt wie ein ganzes Jahr. Deshalb dachte ich es ist Zeit für einen kleinen Rückblick.

Was hat sich geändert

Ich habe den Blog damit begonnen, eine Liste mit Dingen zu schreiben, die ich gerne umsetzen möchte. In den letzten vier Monaten habe ich nicht alles von der Liste abgehakt, was ich mir vorgenommen habe. Manchmal kommt bei mir dann das Gefühl auf, dass ich die Zeit noch effektiver hätte nutzen können. Aber dann rufe ich mir vor Augen was ich alles geschafft habe. Und das Schöne ist: Ich kann es mir tatsächlich visuell vor Augen rufen. 

Ich habe diesen Blog gegründet und jede Woche einen Artikel veröffentlicht. Habe einen Pinterest und einen Instagram Account ins Leben gerufen. Ich habe einen YouTube Account gegründet und dort inzwischen schon drei Tutorial Videos hochgeladen. Videos, die ich zusammen mit meinem Freund aufgenommen und selbst geschnitten habe.

Auch wenn ich vorher schon die Grundlagen kannte, habe ich beim Thema Videoschnitt einiges dazugelernt in den letzten Wochen und Monaten. Außerdem habe ich mich mehr mit dem Thema Fotografie und Bildbearbeitung auseinandergesetzt. Habe mich mit persönlicher Weiterentwicklung und Spiritualität beschäftigt. Viel Yoga gemacht und mich kreativ betätigt. Und das hat mir alles unglaublich viel Spaß gemacht!

Es ist wichtig, die Dinge einfach zu machen!

Ich habe in den letzten vier Monaten so viel Neues gelernt, wie schon lange nicht mehr in so kurzer Zeit. Und das ist eins der Dinge, die mir bewusst geworden sind: Für mich ist es wichtig, die Dinge einfach zu machen. Nicht lange darüber nachzudenken. Denn Neues lernen oder machen tut gut.

Oft glauben wir, dass erst dieses oder jenes eintreten muss, damit wir mit etwas beginnen können. Nach dem Motto: „Wenn ich endlich mehr Zeit habe, dann setze ich das DIY Projekt um, das ich mir schon so lange vornehme“ oder „Wenn ich endlich mehr Geld habe, dann leiste ich mir den Flug in die USA“.

Diese Wenn-dann’s gab es auch bei mir. Und letztendlich ist eine Situation eingetreten, die mich dazu gezwungen hat, etwas zu ändern. Aber soweit hätte es rückblickend gar nicht kommen müssen. Meinen Blog hätte ich schon früher gründen können. Ich hätte mir schon früher Zeit nehmen können mich wieder kreativer zu betätigen.

Das ist keine bahnbrechende neue Erkenntnis. Aber ich habe das Gefühl, sie ist jetzt endlich in meinem System angekommen.

Kreativität tut gut!

Ich möchte das, was ich angefangen habe, weiterführen. Denn ich habe gemerkt, dass es mir gefehlt hat, meine Kreativität in irgendeiner Weise auszuleben. Ich hatte in der Schule gerne Kunstunterricht. Ich war sogar eine der Wenigen aus meinem Jahrgang, die in Kunst Abitur gemacht haben. Doch als ich angefangen habe zu studieren, ist das immer mehr in den Hintergrund gerückt.

Jetzt habe ich das wieder aufleben lassen und möchte es auf jeden Fall beibehalten! Deshalb habe ich auch von einer 40- auf eine 37-Stunden Woche reduziert. Eigentlich waren 35 Stunden das Ziel, aber: 37 ist ein Anfang. So habe ich hoffentlich etwas mehr Zeit als früher, um mir im Monat mindestes ein neues Projekt vorzunehmen und euch davon zu berichten.

Pausen sind wichtig und gut!

Außerdem ist mir aufgefallen, dass arbeitslos zu sein überhaupt nicht schlimm ist. Es ist Nichts, wofür ich mich schämen müsste. Es muss auch nicht immer etwas folgen, wenn etwas anderes beendet ist. Früher habe ich alles durchgeplant. Habe studiert und ohne Pause gleich angefangen zu arbeiten. Aber so eine – in meinem Fall zwangsverordnete – Pause ist unheimlich wichtig und tut gut. 

Leider ist es in unserer Gesellschaft tief verankert, dass keinen Job zu haben etwas Schlimmes ist. Wenn ich davon erzählt habe, das mir mein Job gekündigt wurde, war die Reaktion meistens: „Oh, das tut mir leid!“ oder „Sowas blödes – ich hoffe, du findest schnell was Neues!“.

Grundsätzlich ist daran ja nichts verkehrt. Ich arbeite wirklich gerne und mag es, etwas beizutragen. Sein eigenes Geld verdienen ist außerdem wichtig für Unabhängigkeit und Freiheit. Dem stimme ich voll und ganz zu. Trotzdem ist auch nichts verkehrt daran mal keinen Job zu haben. Es sollte nicht ein Gefühl des Schams entstehen, wenn ich davon erzähle, dass ich im Moment arbeitslos bin.

Ist das wirklich der richtige Weg?

Trotzdem habe ich mir in den letzten Monaten überlegt, ob das, was ich mache, wirklich das ist, was ich auf Dauer machen will. Einen Bürojob. Oder ob ich mich nicht doch nochmal umorientieren sollte und etwas ganz anders machen. 

Aber mir ist auch bewusst geworden, dass Social Media und Influencer Management genau mein Ding ist. Es ist abwechslungsreich und vielfältig. Ich kann vieles ausprobieren und schauen, was mir Spaß macht. Es ist nicht so, dass jeder Tag gleich aussieht. Mir ist klar geworden: Ich habe das nur nicht gerne für meinen vorherigen Arbeitgeber gemacht. Denn die Arbeitsatmosphäre hat für mich nicht gestimmt.

Deshalb ist ein Neuanfang gut. Vielleicht möchte ich mich irgendwann ja doch noch selbstständig machen. Aber das weiß ich jetzt noch nicht. Und das ist auch voll ok so. Denn ich muss jetzt noch nicht auf alle Fragen eine Antwort parat haben.

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